
Zitat von
Walter Potganski
Wenn man dies hier so liest möchte man meinen ein Glaubenskrieg ist ausgebrochen.
Natürlich darf/soll hier auch Oliver Krekel seine 3D-Produktion promoten, wenn er dies auch manchmal sehr plakativ macht. Letztlich hat er den Thread eröffnet und ist wohl der einzige hier im Forum der einen 3D Film produziert hat. Bewegt sich außerhalb des Mainstream, daher auch Respekt für das Risiko was er mit der DigiDreams für diese Produktion eingegangen ist.
Anders gesagt, wer es besser macht und kann nur zu.
Hier werden auch gerne Box-Office-Zahlen (Wickie & Co.) gepostet. Es ist immer das „Kinobrutto“ und bedeutet was nach Steuern, Verleihvorkosten, Marketing, Produktionskosten, beim Produzenten hängen beleibt, bei deutschen Filmen noch die Förderung; dies steht auf einem anderen Blatt Papier.
Allerdings ohne die 3Dhype wäre der Kinobesuch 2011 erheblich zurück gegangen und dies hätte die Filmtheater in enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Daher natürlich auch das bestreben nachträglich Filme zu konvertieren, was wenn es mit Sinn und Verstand durchgeführt wird auch mit positiven Beispielen belegt werden kann.
Natürlich bleibt es nicht aus das in der Wertschöpfungskette die Videoindustrie auf diesen Zug aufspringt. Eine qualitativ hochwertige und insofern für den optimalen Heimgenuss taugliche 3D-Bu-ray ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Hier existiert erst noch eine zu kleine Käuferschicht und da bin beim aktuellen Stand der Technik kein unbedingter Verfechter von 3D-Heinkino. Damit meine ich insbesondere die Anstrengung für die Dauer von zwei Stunden im Wohnzimmer eine Brille tragen zu müssen. Sollte sich irgendwann die Technik anderes entwickeln, sieht dies sicherlich anders aus.
Da darf man in einigen Punkten @SvenC schon zustimmen. Ob jetzt einer nun 3D mag oder nicht, wichtig ist letztlich immer die Geschichte und nochmals die Geschichte die erzählt wird und wie diese umgesetzt ist. Ein schönes Beispiel im Kino „Ziemlich beste Freunde“, wunderschöner Film, ohne Stars ohne technischen Schnick-Schnack. Ein Film der den Kinos große Freude bereitet, in guten 4 Wochen 4,5 Mio. Besucher und der funktioniert „nur“ in 2D und weil halt alles passt, die Zuschauer würde sich den Film auch in s/w ansehen.
Ein Beispiel für eine sensible 3D Umsetzung ist „Hugo Carbet“ von Martin Scorsese, kein Popcornkino, trotzdem schöne 3D Effekte dramaturgisch richtig gesetzt, denke @SvenC den wirst du mögen.
In meinem langen beruflichen Leben ist mir 3D nicht fremd. Obwohl hier mit technische Spezifikationen gerade nur so um sich geworfen wird. Irgendwie gab es schon alles, halt anders. Da habe ich In meinem Portfolio noch eine Produktion „Liebe in drei Dimensionen“ mit Ingrid Steeger und Konstantin Wecker in den Hauptrollen und auf 70mm! und echtem 3 D gedreht! Die Constantin hatte diesen Film 1973 im Kino, „auch“ wegen der sensationellen Technik ein schöner Erfolg, damals gab es kein „Glaubenskrieg“ die „Genregucker“ waren anderweitig zufrieden.
Klar erleben wir jetzt die technische Weiterentwicklung, manchmal aber auch in eine falsche Richtung. 3D nur um 3D und dies ohne dramaturgische Regeln zu beachten macht keinen Sinn, verärgert die Zuschauer und es gibt genügend Beispiel wo sich Besucher lieber die 2D Fassung im Kino ansehen.
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