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| The Dark Knight | 152min | |
| Thriller, Fantasy, Action | USA | Warner Bros. Pictures | 2008 | ||
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The Dark Knight
Vorwort: Die Batman-Kinofilmreihe ist nicht gerade mit herausragenden Momenten gesegnet. Hatte der erste Film noch den großen „Nicholson-Bonus“ und konnte nicht zuletzt deshalb überzeugen, war der zweite Teil, „Batmans Rückkehr“, bereits ein ziemlich langatmiges, belangloses Machwerk. Dann kam „Batman Forever“ und mit ihm ein neuer Batmandarsteller. Zwar war dieser Film, meiner Meinung nach, nicht so zäh wie der direkte Vorgänger, so richtig begeistern konnte er jedoch trotzdem nicht. Über „Batman & Robin“, den 4. Kinofilm, müssen wohl nicht mehr viele Worte verloren werden - der war einfach nur schlecht. Die Voraussetzungen für einen Nachfolger waren also nicht besonders gut. Zuletzt fühlten sich viele Fans sogar regelrecht verarscht durch die albernen Verfilmungen, weit entfernt von der Comicvorlage. Doch als „Batman Begins“, als Neuanfang des Kino-Batman, in die Lichtspielhäuser kam, waren viele von ihnen wieder versöhnt. Die düstere Atmosphäre, glaubwürdigere und weniger überzogene Darstellung sowie die erstmals wirklich guten und v.a. passenden Schauspieler sorgten für sehr gute Kritiken und Einspielergebnisse. Nun ist er also da, der Nachfolger namens „The Dark Knight“. Viel umworben, groß angekündigt und mit Vorschusslorbeeren überhäuft, brach er Rekorde und sorgte für Jubel bei Fans und Kritikern. Kann er die Erwartungen erfüllen oder ist es doch nur ein Hype wie jeder andere? Inhalt: Batman und Lieutenant Gordon führen einen Kampf gegen das organisierte Verbrechen in Gotham City. Dabei können sie vermehrt Erfolge verbuchen und bringen die großen Mafiabosse der Stadt wiederholt in Verlegenheit. Sie wollen zudem den beliebten und äußerst erfolgreichen Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent in ihre Bemühungen einbinden. In dieser Situation taucht ein geheimnisvoller Krimineller namens „Joker“ auf und bietet den Gangsterbossen an, für die Hälfte ihres Profits Batman umzubringen. Anfänglich sind diese noch misstrauisch, gehen dann jedoch auf sein Angebot ein. Der Joker verlangt daraufhin die Demaskierung Batmans. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, droht er, bis zu diesem Zeitpunkt jeden Tag Menschen zu töten… Kritik: Als am Ende von Batman Begins der Hinweis in Richtung Joker zu sehen war, war ich mehr als misstrauisch. Wer sollte diese Figur verkörpern? Wer wäre in der Lage, diese Paraderolle Nicholsons zu übernehmen? Als Jack Nicholson im ersten großen Batman-Kinofilm von 1989 die Rolle des Jokers mimte, wurde er nicht nur von Kritikern sehr gelobt. Er war die zentrale Figur des Films und drückte dem Werk seinen Stempel auf. Neben ihm verblassten alle restlichen Darsteller und so wurde seine Verkörperung dieses Bösewichts zur bekanntesten und beliebtesten überhaupt. Dafür ließ er sich natürlich auch gut bezahlen und brachte es, v.a. durch Gewinnbeteiligungen, auf eine stolze Summe von 60 Millionen Dollar Gage - ein Wert, der bis heute unerreicht ist. Die nachfolgenden Batman-Gegner wurden zahlreicher, aber belangloser, keiner konnte irgendwie hervorstechen. Der „Pinguin“ war einfallslos, der „Riddler“ in erster Linie nervig, „Two-Face“ mit Tommy Lee Jones grandios fehlbesetzt, „Mr. Freeze“ und „Poison Ivy“ langweilig und wenig überzeugend. Was sie alle gemeinsam hatten: Keiner von ihnen wurde vom jeweiligen Darsteller so richtig gut rübergebracht. Doch warum so eine genaue Analyse der Bösewichte? Zum einen soll das zeigen, wie bescheiden es um die, insbesondere für eine Comicverfilmung wichtigen, Gegner des Helden bestellt ist, und zum anderen, dass es nun endlich wieder einen Glanzpunkt brauchte. Die Bekanntgabe von Heath Ledger als neuen „Joker“ sprach jedoch dagegen. Ich kann nicht behaupten, dass ich einen Hass auf Australier habe, aber dieser Heath Ledger ging mir bis dato nur auf die Nerven. Wer Filme wie „Ritter aus Leidenschaft“ oder „Der Patriot“ dreht und dabei so dermaßen eindimensionale Rollen spielt, gehört doch wirklich bestraft. Immerhin habe ich kürzlich gelesen, dass ihm diese Rollen und sein „Herzensbrecher-Image“ ebenfalls missfielen, was die Angelegenheit zwar nicht verbessert, ihn aber etwas sympathischer macht. Dieser blonde Jüngling und Frauenschwarm sollte nun also den Joker verkörpern und in die großen Fußstapfen von Jack Nicholson treten. Wem da keine Zweifel aufkamen, dem fehlte es wohl an Wissen und Verständnis in Sachen Film. Die Trailer zeigten ein ungewöhnliches Bild des Jokers. Er war kein perfekt durchgestylter, herumalbernder Witzbold mehr, sondern ein verdreckter, heruntergekommener Psychopath, dessen Humor auf derben Späßen und sarkastisch-zynischen Sprüchen auf Kosten anderer basierte. Damit passt er nicht nur in das neue, düstere, weniger comichafte Gotham City, sondern entfernt sich auch von dem Vorwurf, ein einfaches Imitat des Originals zu sein. Und wer trägt dazu in erster Linie bei? Heath Ledger. Ich muss sagen, ich bin begeistert von seiner Darstellung. Ich hätte nie gedacht, dass so viel Talent in ihm steckt. Seine Verkörperung der Figur ist mehr als überzeugend, er füllt sie völlig aus und zeigt, dass sein Können als Charakterdarsteller trotz viel gelobter Rollen, wie der in „Brokeback Mountain“ stets unterschätzt wurde. Mit den ersten Auftritten Ledgers im neuen Batmanfilm waren alle meine Sorgen und Zweifel verflogen: Er stellt den neuen, brutaleren und auch raffinierteren Joker mit erstaunlicher Intensität und Überzeugung dar. Dass er kurz nach Beendigung der Dreharbeiten verstorben ist, hatte mich im Vorfeld nicht besonders bewegt, da ich ihn nie leiden konnte. Doch nun muss ich zugeben, dass ich es doch ein Wenig schade finde, denn zuletzt hat er sich noch in seiner Paraderolle bewiesen und all sein Können demonstriert. Einen geileren Abgang aus dem Filmgeschäft hätte er sich kaum wünschen können. Aber die anderen Schauspieler überzeugen ebenfalls in ihren Rollen, auch wenn natürlich nicht alle so im Fokus stehen. Christian Bale ist für mich die bisher beste Besetzung der Batmanrolle. Seine Konkurrenz ist aber auch nicht überwältigend. Michael Keaton war als Batman zwar akzeptabel, aber leider auch recht oberflächlich, Val Kilmer einfach schlecht und George Clooney für diese Rolle vollkommen ungeeignet. Trotzdem kann man sagen, dass Bale seine Arbeit außerordentlich gut macht und zu überzeugen weiß. Ähnlich ist es bei Aaron Eckhart als Harvey Dent, der eine gute Leistung abliefert. Dass ich ihn persönlich irgendwie unsympathisch finde, tut dabei nichts zur Sache. Überhaupt sind die wichtigen Nebenrollen prominent besetzt: Michael Caine als Alfred, Gary Oldman als Lieutenant/Commissioner Gordon und Morgan Freeman als Lucius Fox sind die bekanntesten unter ihnen. Und sie verkörpern ihre Rollen sehr gut. Doch auch wenn Christopher Nolans zweites Batmanabenteuer stark von seinen Schauspielern und Charakteren getragen wird, sollten natürlich auch einige Worte über den Film selbst verloren werden. Die düstere, „realistische“ und brutalere Inszenierung Gotham Citys gefiel mir schon in Batman Begins sehr gut. Während Tim Burton seinerzeit noch auf eine comichafte, absichtlich „unecht“ wirkende Umwelt setzte, schlägt Nolan einen zeitgemäß glaubhafteren Weg ein. So reißt die Atmosphäre des neuen Streifens von Beginn an mit. Entscheidend für so einen Blockbuster sind darüber hinaus v.a. Action und Effekte. Und auch hier hat man sich keine Blöße gegeben. Der Film ist geprägt von flotten, hervorragend inszenierten Hetzjagden durch Gotham Citys Straßen, beeindruckenden Explosionen und spannenden Kämpfen. Während in Batman Begins die Effekte zum Teil noch recht schwach wirkten, kann man The Dark Knight in dieser Beziehung keinen Vorwurf machen. Hier ist jeder Effekt, ob CGI oder real, nahezu perfekt. Zu guter Letzt sei noch die Story hervorgehoben. Die ist nämlich weit spannender, wendungsreicher, tiefgründiger und origineller als man es von anderen Comicverfilmungen kennt. Auch im Gesamtkontext Hollywoods kann sich The Dark Knight in Sachen Hintergrundgeschichte wohl zu den besseren im Blockbuster-Actionsegment zählen. Besonders interessant ist v.a. das Wechselspiel Batman – Joker, das die Geschichte vorantreibt und beiden Figuren mehr Tiefe verleiht. Fazit: Ein spannender, actiongeladener, aber ebenso intelligent inszenierter und hervorragend gespielter Action-Blockbuster, der nicht umsonst Rekorde bricht. |
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Präsident
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AW: The Dark Knight
Das wäre hier wohl besser aufgehoben:
Batman - The Dark Knight In diesem Unterforum geht es hauptsächlich um DVD-Reviews.
insanity runs in my family ... It practically gallops." ![]() |
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